Lisa Wieland

Ich bin am 13. Januar 1991 in dem kleinen Dorf St. Martin am Silberberg im schönen Kärntnerland geboren. Als Kind verbrachte ich viel Zeit bei meiner Oma in der Küche und mir wurde früh klar, dass ich meine Leidenschaft zu meinem Beruf machen sollte. Ich bewarb mich für eine Lehrstelle in einem der besten Hotels Österreichs, dem Hotel Hochschober, wo ich dann am 21. April 2006 meine Lehre zur Gastronomiefachfrau antrat. Das erfüllte meine Oma mit Stolz – sie hatte nie die Gelegenheit, das Kochen in einer professionellen Hotelküche zu erlernen.

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Hochschober, Turracher Höhe

Im Jahr 2010 trainierte mein Lehrherr, Josef Dorner, mich für den Lehrlingswettbewerb „Master Cup“, bei dem wir schließlich den ersten Platz belegten und die Goldmedaille gewannen. Nach meiner Lehrabschlussprüfung zur Gastronomiefachfrau, die ich im Jahr 2011 mit Auszeichnung abschloss, blieb ich noch sechs weitere Monate in meinem Lehrbetrieb.

ZUMA, London

Im Alter von 19 Jahren stand dann aber eine Entscheidung bevor und ich wusste nicht, welche Richtung ich einschlagen sollte. London sollte die nächste Station meiner beruflichen Laufbahn sein, zur Arbeit in einem der bekanntesten japanischen Restaurants der Welt, dem ZUMA in Knightsbridge.

Porto Colom, Spain

Meine nächste Station war Porto Colom in Spanien. Als Chef de Partie konnte ich mich in einem kleinen und romantischen Restaurant, welches von einem Österreicher betrieben wurde, kreativ ausleben. Nach einer hektischen Sommersaison und einem kurzen Heimaturlaub ging es schließlich in ein Land, welches ich nur aus Tausendundeiner Nacht kannte: Dubai.

Burj Al Arab, Dubai

In Dubai arbeitete ich als Demi Chef de Partie im wahrscheinlich luxuriösesten 7-Sterne-Hotel der Welt, dem Burj Al Arab. Das Fine Dining Restaurant Al Mahara ist ein modernes Seafood-Restaurant, welches durch Küchenchef Renald Epie zu einem der bestbesuchten und beliebtesten Restaurants in Dubai wurde. Dort lernte ich die Basics der französischen Küche und nahm 2013 am Emirates Kochwettbewerb im Bereich Tapas und Canapes teil. Wochenlange Vorbereitungen und nächtelanges Training brachten mir schließlich die Silbermedaille ein.

SPAGO, Beverly Hills

Wie so viele hatte auch ich den Traum, in Hollywood zu leben. Also bewarb ich mich in Wolfgang Pucks Spago in Beverly Hills, dem Mutterschiff des Imperiums des Kärntner Kochstars. Wolfgang Puck war immer schon eines meiner bedeutendsten Vorbilder. Seit 2016 koche ich nun an seiner Seite bei der Oscar-Verleihung für die Stars.

CUT at 45 Park Lane, London

Als Küchenchefin leite ich heute ein Team von etwa 40 Köchen im Restaurant CUT at 45 Park Lane. Der Anfang als Chefin war nicht leicht. Die Erwartungen waren hoch und die Arbeitstage sehr lang. Doch mit harter Arbeit und ständiger Unterstützung meiner Familie bewältige ich auch diese Herausforderung.

Im Sommer 2017 kam ich ins Finale der Gastronomen unter 30 bei den britischen Acorn Awards und ich engagiere mich auch weiterhin für Kärnten und war 2016 und 2018 als Genussbotschafterin für den Marktplatz Mittelkärnten tätig. 2019 wurde ich in der Kategorie „regionale Größen“ zur Kärntnerin des Jahres gewählt.

2009 International Internship in Malta, sponsored by the European Union
2010 Gold Medal “Service Master Cup” in Austria
2013 Silver Medal at the Emirates Gulf cooking competition in the category canapés
2016 Named as Culinary Ambassador by the economic chamber of Austria
2018 Named as Culinary Ambassador by the State of Carinthia, Austria
2018 Finalist of the Acorn Scholarship
2019 Renamed as Culinary Ambassador by the State of Carinthia, Austria

Mein Vorbild, Ingrid Wieland

Ich wusste schon immer, dass ich eines Tages in Omas Fußstapfen treten würde. Nicht nur der Liebe wegen, die sie in ihre Gerichte steckt. Besonders ihre Hingabe und Wertschätzung für Lebensmittel und Essen haben mich inspiriert, Köchin zu werden.

Meine Oma, Ingrid Wieland, mittlerweile in ihren 70ern, baut nach wie vor ihr eigenes Gemüse im Garten an. Frische Kräuter werden im Sommer geerntet und für den Winter entweder getrocknet oder eingefroren. Im Keller überwintern nicht nur Kartoffeln und Zwiebeln, sondern hier findet man auch hausgemachte Marmeladen, eingelegte Gurken, Pilze und vieles mehr. Ihre Leidenschaft für die eigentlichen Produkte und diese so zu schätzen, wie sie sind, fasziniert mich. Egal, ob die Karotte schief oder gerade ist oder ob der Kohlrabi am Ende der Saison schon mal etwas holzig schmeckt: sie weiß immer, wie man das Beste daraus macht und zaubert stets köstliche Gerichte. Ihre Einstellung zu Lebensmitteln hat mich seit Kindheit an geprägt.